Notre Dame de Bauregard, Oppède-le-Vieux, Roussillon

Notre Dame de Beauregard liegt etwas südlich von Cavaillon auf einem Felsen. Von dort aus hat man eine herrliche Sicht auf das Tal der „La Durance“, einem Fluss, der südlich von Avignon in die Rhone einmündet.

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Auch das Trassee des TGV Lyon - Marseille ist von hier oben gut sichtbar.

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Letzteres ist aber wohl kaum der Grund, weshalb 1609 hier spanische Karmeliterinnen ein Kloster gründeten. Vom alten Kloster sind nur noch die Grundmauern übrig geblieben.

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Ein „Neubau“ südlich, der im 19. Jahrhundert errichteten Kirche schaut klösterlich aus. Die Homepage der Karmeliterinnen wurde aber vor 10 Jahren zum letzten mal aufdatiert; es ist zu vermuten, dass entweder ein Verdikt aus Rom die weitere Pflege der Homepage verhindert hat, oder, was wahrscheinlicher ist, dass der Klosterbetrieb wohl nicht mehr sehr aktiv ist.

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Die Aussicht von hier oben ist wirklich fantastisch. Die intensive Sonne und die heutige Hitze (34 Grad, 93 Fahrenheit) drängt einen aber immer wieder, einen schattigen Platz aufzusuchen.

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Oppède-le-Vieux liegt etwas östlich von Cavaillon auf dem Nordhang des Petit Luberon. Dieses Dorf wurde um die heute verfallene Burg herum gebaut.

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Es war Ende des 19. Jahrhunderts gänzlich verfallen und unbewohnt. Dann fanden sich einige verwegene „Siedler“, die einzelne Häuser wieder herrichteten und belebten. Heute ist Oppède-le-Vieux ein malerisches Kaff mit einigen bewohnten Häusern, ein paar Cafés und - vor allem - einem riesigen Parkplatz für all die Touristen, die dem Anweisungen des gedruckten Reiseführers folgen.

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Der Weg nach Oppède-le-Vieux lohnt sich aber auf jeden Fall. Kraxelt man durch die alten, engen Gassen der Siedlung sieht man sich unvermittelt in eine andere Zeit versetzt.

Hoch über dem Dorf thronen die Ruinen einer einst mächtigen Burg, die wohl vieles über die Wirren des Mittelalters erzählen könnte.

Roussillon war die letzte Station unseres Ausfluges. Roussillon war einst Zentrum zum Abbau und Gewinnung von Ocker (s. frühere Einträge im Blog). Es scheint mir, dass Roussillon seine ursprüngliche Identität ganz zu Gunsten des Tourismus aufgegeben hat.

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Wir fanden die beiden letzten Plätze in einem kleinen Restaurant in der Fressgasse des Dorfes ...

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... und genossen unser letztes grosses Diner dieser nun bald zu Ende gehenden Ferien.

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Avignon

Für unsere Verhältnisse recht zeitig fuhren wir an diesem wiederum sonnigen und heissen Tag weg, um die von uns etwa 45 Minuten entfernte Stadt Avignon zu besuchen. Die Temperatur stieg, wie auch an allen Tagen zuvor, auf über 30 Grad (86 degree Fahrenheit); heute sorgte aber der Mistral dafür, dass die gefühlte Temperatur etwas tiefer war.

Avignon verfügt, im Gegensatz zu Solothurn, heute immer noch über eine vollständige Stadtmauer, die die gesamte Stadt umringt.

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Die wohl bekanntesten Bauwerke von Avignon sind aber:

Die Rhône-Brücke der Stadt (Pont St. Bénézet aus dem 12. Jahrhundert ist in einem Volkslied um die Welt gegangen (Sur le pont d’Avignon, …/Auf der Brück' von Avignon, …). Diese zum Kinderlied verharmloste Version hieß ursprünglich als Spottlied Sous le pont d´Avignon“, (Unter der Brücke von Avignon“), denn dort, in der Nähe des Flusshafens, befand sich in päpstlicher Zeit das Rotlichtviertel von Avignon.

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... und der Papstpalast

Von 1309 bis 1417 residierten Päpste in Avignon. Der zur Vorherrschaft in Westeuropa aufgestiegene französische König Philipp IV. setzte 1309 durch machtpolitische Ränkespiele die Wahl eines französischstämmigen Papstes durch, der nicht mehr in Rom, sondern in Avignon residierte. Philipp ignorierte damit das Dogma der katholischen Kirche, welches das Papsttum legitimiert mit dem Anspruch, dass der Apostel Petrus der erste Bischof von Rom gewesen sei.

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Beginnend mit Clemens waren es sieben frankreichstämmige Päpste, die ihren Sitz in Avignon nahmen. Gregor XI verlegte dann 1377 seine Residenz wieder nach Rom. Die französischen Kardinäle erkannten jedoch diese Rückkehr nach Rom nicht an und wählten 1378 einen Gegenpapst. Das war der Beginn des berühmten Schismas (Kirchenspaltung), das der katholischen Kirche bis 1417, dem Ende des Konzils von Konstanz, zwei Päpste bescherte, die sich gegenseitig nicht anerkannten.

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Der Papstpalast wurde hauptsächlich gebaut von Benedikt XII und Clemens VI, den dritten und vierten französischen Päpsten. Clemens VI. kaufte außerdem die Stadt Avignon von Königin Johanna von Neapel. Bis zur französischen Revolution blieb die Stadt somit Teil des Kirchenstaates.

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(Dieser Text stammt nicht von mir, ist aber auch gut ;-)

Aus meiner Sicht ist der Papstpalast ein zwar sehr eindrückliches, aber im Grunde genommen hässliches Bauwerk, das vor 600 Jahren wohl unter der Prämisse „möglichst schnell und möglichst imposant“ erbaut wurde. Städtebauliche oder ästhetische Aspekte blieben aussen vor.

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Ganz allgemein hatte man in Avignon den Eindruck, dass hier gerade die Weltgeneralversammlung der Touristen stattfindet. Das macht das Ganze zwar lebendig, aber auch ein bisschen trivial und übertüncht die Aura dieser wundervollen Stadt.

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Ausnahmsweise fanden wir hier ein Restaurant, in welchem es zu „normalen Zeiten“ etwas zu Essen gab. Rückfahrt in die Wohnung gegen 2130h.

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Aix en Provence

Aix en Provence ist mit dem Auto in etwa 40 Minuten von unserem Ferienort erreichbar.

Der Rundgang durch die Altstadt beginnt bei der Kathedrale St. Sauveur,. Sie hat ihre heutige Gestalt in den Jahren 1323 bis 1513 erhalten.

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Die frühesten Elemente stammen aus dem 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

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Dann folgen nur noch Lädeli, Boutique, Krämerladen, Schisslädeli, Laden, Touristenfallen, Lädeli, Boutique, Krämerladen, Schisslädeli, Laden, Touristenfallen, Lädeli, Boutique, Krämerladen, Schisslädeli, Laden, Touristenfallen, Lädeli, Boutique, Krämerladen, ...

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... für Margrit das Paradies, für mich die grösste Katastrophe seit Heino.


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Es hätte zwar eine unendliche Zahl von Restaurants gehabt; da es aber vor 2000h ums Verrecken nichts zu Essen gibt, kauften wir in einem Vietnamesischen Lädeli etwas Vorgefertigtes zum Spachteln und fuhren zum Essen nach Hause.

... etwas Positives gibt‘s zu Aix en Provence doch noch zu sagen: Wir haben dort eine Bäckerei gefunden, deren Brot man auch noch am Morgen danach (nach dem Kauf) noch essen kann!

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Pont du Gard und Nîmes

Die Pont du Gard erreicht man im Auto in etwa einer Stunde von unserem Ferienort aus. Sie war in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ein Teil der Wasserleitung, die das Wasser der Quellen von Uzés nach Nîmes führte. Pro Tag sollen damals über 20‘000 Kubikmeter Wasser durch die insgesamt 50 km lange Leitung geflossen sein. Interessant dabei ist, dass das Gefälle zwischen den Quellen und Nîmes nur 17m beträgt. Die Wasserleitung neigt sich also nur um 34 cm pro km, oder 0.34 mm pro Meter! Wie die alten Römer dieses Tiefbau-Kunststück geschafft haben, ist nicht bekannt.

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Der Aquaedukt „Pont du Gard“ ist etwa 300m lang und an der höchsten Stelle 45m über Grund. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass für den Bau vor über 2000 Jahren keinerlei Mörtel verwendet wurde. Die riesigen Bau-Steine wurden zuvor millimetergenau zugehauen und passgenau aufeinander geschichtet. Die Brücke steht also nur dank den zwischen den Steinen herrschenden Reibungskräften.

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Das Ganze wird natürlich touristisch ausgeschlachtet. Man hat aber nie den Eindruck, dass das „Abgrasen“ der Touristen im Vordergrund steht. Alles ist sehr professionell gemacht und der Würde und Bedeutung dieses Bauwerkes angepasst.

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Von der Pont du Gard kann man die im Fluss Gardon badenden und paddelenden Touristen beobachten.

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Zweite Station unseres Sonntag-Ausfluges war die Stadt Nîmes. Nîmes liegt westlich von unserem Ferienort in einer Ebene. Interessant, dass in dieser Stadt Palmen anzutreffen sind, während dies in der Gegend unserer Ferienwohnung nicht der Fall ist. Offenbar bietet Nîmes wegen der etwas grösseren Nähe zum ausgleichenden Meer bessere Verhältnisse für solche Bäume.

Hauptanziehungspunkt in Nîmes ist das riesige Amphitheater, welches dasjenige von Arles an Grösse noch etwas übertrifft. 24‘000 Personen sollen hier Platz für die Aufführungen finden. Erstaunlich auch hier, dass die wesentlichen Teile dieses kolossalen Bauwerkes auch nach 2000 Jahren noch intakt sind.

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Der Rest von Nîmes ist kaum erwähnenswert; offenbar weil am Sonntag alle Geschäfte geschlossen sind. Die Fussgängerzone, die an Werktagen wohl quicklebendig ist, versprühte an diesem Sonntag Nachmittag etwa den Charme von Gerlafingen während des eidg. Bettages.

Die Rückfahrt über die Autobahn verlief an sich ohne bemerkenswerte Ereignisse; allenfalls zu erwähnen waren die heute relativ langen Wartezeiten an den Autobahn-Zahlstellen.

... Und noch ein Tipp: Im Weltschen die Aufschriften der Lebensmittel-Verpackungen immer gut lesen! Im Erdäpfelsalat, den wir zu den Wienerli zum z‘Nacht servieren wollten, hatte es nämlich Heringe drin. Glücklicherweise hatten wir noch ein anderes Päckli im Vorrat, wo es „nur“ Thunfisch drin hatte.

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Saint Anne und Pétanque

Die erste Station unserer heutigen Ausfluges war auf der, südlich von unserem Wohnort gelegenen Hügelkette, nicht allzu weit von unserer Wohnung entfernt. Eine schmale, aber gut ausgebaute Passstrasse führt von La Roque zum Aussichts- und Feuerbeobachtungspunkt Saint Anne.

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Dort oben, wie auf vielen andern Hügeln der Provence hat die Feuerwehr bemannte Beobachtungsposten eingerichtet. Diese überwachen die stark bewaldete Umgebung und alarmieren bei Bedarf Feuerwehr und die Armee.

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Die beiden Feuerwächter riefen uns spontan auf, zu ihnen auf den Turm zu steigen und boten uns Tee (Les Herbes de Provence; eine Mischung aus Pfefferminz, Eisenkraut und anderen Kräutern) an.

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Sie waren offensichtlich stolz darauf, jemandem ihren Arbeitsplatz zu zeigen und waren glücklich, ein wenig Gesellschaft zu haben. Den ebenfalls angebotenen Schnaps lehnten wir freundlich - mit dem Hinweis auf die heikle Passstrasse - ab.

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Nicht weit vom Beobachtungsposten entfernt, befindet sich das „Monument de la Résistance“, ein Mahnmal an die Greueltaten des letzten Weltkrieges. Den Gedenktafeln entsprechend wurden an dieser Stelle mehrere junge Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren erschossen.

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Etwas weiter unten befindet sich die romanische Kapelle Saint Anne, die aber teilweise zerfallen ist.

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Der Weg führte uns weiter nach Lambesc. Auf dem Dorfplatz wurde Pétanque gespielt. Dies ist eine sehr ernste Sache, denn hier geht es nicht darum, die Zeit mit Spielen zu vertreiben, sondern um die Ehre der Spieler. Die Teilnehmer sind engagiert und die vielen Zuschauer gespannt.

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Uns wurde erklärt, dass der Mann in rot gestreiften Hemd der "Weltmeister" sei.

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Zurück in der Wohnung bereiteten wir wieder mal ein Birchermüsli mit herrlichen, einheimischen Früchten zu.

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Kleine Rundreise II und Wegfahrt von Simone und Marco

Margrit und ich gingen nach dem Frühstück alleine auf Expedition, da Simone immer noch unter den Einwirkungen der Mittwöchlichen Hitze litt.

Da der gedruckte Reiseführer für unsere unmittelbare Umgebung nichts Besonderes mehr hergab, folgten wir den im Garmin-Navigator eingebauten Empfehlungen. Unser Weg führte uns zunächst zur nahe gelegenen Chapelle Saint Denis, die anfangs 18. Jahrhundert als Dank für die Abwendung der Pest errichtet wurde.


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Weiter gings zum „Chateau des Beaulieu“. Der Name „Chateau“ ist hier irreführend. Das Ganze bestand aus einer Weinkellerei, die im Stil der Wirtschafts-Wunder-Jahre gebaut wurde, und den Charme eines lieblosen Vorstadtgebäudes versprühte. Da zudem „geschlossen“ war, versäumten wir keine Zeit und fuhren weiter.

Nächste Station war der „Cimetiere Paysager du Grand Jean“. Hier handelt es sich um einen riesigen, abseits gelegenen und im Wald eingebetteten Friedhof. Meistens sind die Gräber als Familiengräber angelegt. Oft wurden diese Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und werden von den entsprechenden Familien bis in die heutige Zeit weiter verwendet.


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Solches findet man glücklicherweise eher selten auf diesem Friedhof.


Weiter gings zum „Village des Automates“. Der Name dieser Attraktion liess zunächst alles offen und jeder kann sich hier seine eigene Vorstellung dazu machen.

Das Village des Automates entpuppte sich als Kinderparadies im Stil eines Europaparkes im Frühstadium verbunden mit einem Streichelzoo. Die Zeit reichte nicht mehr für einen Besuch, so dass Margrit die Fotos als Zaungast machen musste.


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Letzte Station war die bereits am 29. Juli besuchte Créperie am Fusse der Ruinen von Vernègues. Hier trafen wir Simone und Marco, die am Nachmittag vor ihrer Rückreise noch ein paar Einkäufe tätigten.


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Am Abend packten Simone und Marco ihre Siebensachen zusammen und machten sich nach einem einfachen Nachtessen auf den Rückweg nach Hause. Sie fuhren gegen 2000h hier weg ....

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.... und erreichten Bettlach um 0230h am frühen Samstag Morgen.


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Intermezzo

Die gestrige Hitze hat uns allen ein bisschen zugesetzt. Wir beschlossen deshalb, keine exponierten Touren zu unternehmen. Die exquisiteste Tour bestand darin, im Einkaufszentrum von Merindol die Zutaten zum Nachtessen zu besorgen.

... und wie das so geht, wenn man hungrig ins Einkaufszentrum geht: jede/jeder lädt das ins Wägeli, was sie/er glaubt, sei genau das, was die andern auch möchten. So hatten wir reichlich für Apero und Nachtessen vorgesorgt

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Colorado de Rustrel

Am Vortag beschlossen wir, heute um 0900h wegzufahren. Wir standen also früh auf, stückten auch früh und begannen uns für den Tag bereit zu machen. Irgendwie hat aber jeder vom andern geglaubt er sei noch noch nicht bereit, bzw. noch beschäftigt, so dass sich die Abfahrt bis um1100h verzögerte.

Die Fahrt führte uns zunächst über Cadenet, Lourmarin, einer Passstrasse über den Luberon nach Apt, einer kleineren Stadt, nördlich des Luberon. (Der Luberon ist ein von Westen nach Osten verlaufender Hügel).

Apt selbst hat nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten, dafür umso mehr Einkaufswürdigkeiten. Glücklicherweise schlossen die Läden bald nach unserer Ankunft zur Mittagsruhe, so dass sich der finanzielle Schaden in Grenzen hielt. Margrit erstand unter anderem eine Crépe-Pfanne und das dazu nötige Holzschäufelchen, mit welchem die Dicke der Crépe festgelegt wird.

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Die Cathédrale Ste-Anne ist recht imposant, müsste aber mal innen neu gestrichen und herausgeputzt werden.


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Die Fahrt ging dann weiter zum Colorado de Rustral. In dieser Gegend wurde früher Ocker abgebaut. Ocker wurde vor allem als Farbstoff verwendet und zeichnet sich durch seine Farbstabilität aus. Heute wird natürlicher Ocker, in den Farben gelb, braun und rot, fast nur noch für spezielle Restaurationsarbeiten verwendet.

Durch den Colorado de Rustral führen drei verschiedene Wege, einer mit einer Länge von 5.5 km, bzw. einer Wanderzeit von 3h und zwei kürzere. Wir entschieden uns für die längste Variante, nachdem wir dem Parkwächter versichert hatten, dass wir genügend Trinkwasser mitführen, nicht Rauchen und unterwegs kein Feuer entfachen werden.

Der Weg führte teilweise durch den Wald, durch lichtes Gebüsch, an einem Lavendelfeld vorbei,

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zu verschiedenen Aussichtspunkten, von welchem die Ocker-haltigen Gesteine gut sichtbar waren und teilweise seltsame Formationen bildeten.

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Die Hitze und die intensive Sonnenstrahlung begann recht bald zu drücken. Zwar hat‘s überall schattige Plätzli zum Ausruhen, aber es war und blieb halt einfach nur heiss und trocken.

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Der Vorrat an Trinkwasser drohte schneller zur Neige zu gehen, als wird dies geplant hatten. Zudem legte Kala etwa den doppelten Weg zurück, da sie ständig vom Vordersten zum Hintersten der Gruppe rannte.

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Am Schluss des Rundgangs befand sich eine eine Mineralwasser- und Eiscremetankstelle, die von uns und den übrigen Wanderern rege benützt wurde.

Zurück in Apt versuchten Simone und Marco zwei Liegestühle zu kaufen, fanden aber nichts geeignetes.

Die Fahrt zum Abendessen führte uns an der Pont de Julien, einer 2000 Jahre alten (sic!) Brücke vorbei.

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Zum Nachtessen fuhren wir nach Lacoste, einem kleinen, an einem Hügel klebenden Dorf etwas ausshalb von Apt. Hier befindet sich auch das berühmte Schloss, in welchem einst der Marquis de Sade wohnte und sich austobte.

Kaum hatten wir in einem kleinen, hübschen Restaurant den Aperitif bestellt, mussten wir feststellen, dass Kreditkarten als Zahlungsmittel hier nicht entgegen genommen werden. (Wahrscheinlich ist dies das einzige Restaurant in ganz Frankreich, das eine solche Klausel in den AGB kennt.) Marco hat sich geopfert und fuhr zwischen Apéro und Salat ins Nachbardorf, in welchem, laut Serviertochter, ein Bankomat zu finden sei. Der Bankomat wurde zwar gefunden, dieser war aber ausser Betrieb, So blieb uns nichts andere übrig, als nach dem Essen nochmals nach Apt zu fahren und dort Geld aufzutanken.

Rückkehr gegen Mitternacht

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Les Baux de Provence

Der Tag begann etwas zähflüssig. Ich selbst war immer noch am Husten, Marco noch müde von der nächtlichen Arbeit am Computer. Frühstück mit Rühreiern; wobei ich laut Margrit die Mehrheit des Eimaterials aus der Pfanne auf den Herd gerührt habe.

Simone und Marco fuhren am Nachmittag nach „Les Baux de Provence“, einem an sich malerischen Kaff auf einer leichten Erhöhung mit herrlicher Sicht über die umgebende Landschaft. Allerdings haben auch andere Touristen den Reiseführer gelesen und sich auf den Weg dorthin aufgemacht. Denn die Schlange der am Wegrand parkierten Autos reicht weit bis weit über den Dorfanfang hinaus.

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Die Fahrt dorthin hat sich trotzdem gelohnt. Die im Reiseführer gemachten Versprechungen wurden voll und ganz erfüllt.  

Beim Nachtessen (Spaghetti und Spiessli) beschlossen wir nach Konsultation des Reiseführers auf einen Besuch der Camarque zu verzichten; wir haben dies auf kommende Ferien verschoben, die für diesem Fall im Frühjahr oder Herbst zu planen wären.

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Ein Aquädukt

Ich erwachte an diesem Morgen mit einem mit starkem Husten, der im Laufe des Tages immer schlimmer wurde. Dank Neocitran und Hustensirup war das Ganze erträglich, machte mich aber ferienuntauglich, so dass Simone und Marco den heutigen Ausflug alleine unternehmen mussten.

Beim Frühstück konnten wir bestätigen, das französisches Brot, welches älter als 10 Minuten ist, bestenfalls als Paniermehl verwendet werden kann. So mussten wir halt etwas mehr Butter darauf schmieren, um das Ganze erträglich zu machen.

Simone und Marco machten sich in der Folge alleine auf, um die Landschaft zu erkunden. Da der Inhalt des Benzintanks ihres Autos zur Neige ging, mussten sie zunächst eine Tankstelle suchen. Das war entgegen der landläufigen Meinung gar nicht so einfach. Eine Tankstelle zu finden, war zwar problemlos, aber eine geöffnete und eine, bei der auch der Visa-Kartenleser funktionierte, war schon viel schwieriger. Zudem hat sie der Tomtom zu zwei Orten geführt, an welchen früher mal eine Tankstelle war, die aber unterdessen nahe liegenden Grossverteilern Platz machen mussten.

Ihr Ausflug führte sie in die Gegend von Aix en provence, wo sie unter anderem das imposante Aqueduc de Roquefavour besuchten.


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Um das Touristenfeeling zu vervollkommnen gabs zum Z‘Nacht selbst gemachte Hamburger und Backofen-Pommes-frites.

Den späteren Abend verbrachten alle schweigend und konzentriert vor ihrem Laptop.

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